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Besuch in der Argyle Diamond Mine

Heute ist sie geschlossen, die Argyle Mine im Nordwesten Australiens, eine der ehemals wichtigsten Diamant-Minen der Welt. Grund genug, die Eindrücke unseres Besuchs vor einigen Jahren zu teilen.

Wenigen ist bekannt, dass Australien zeitweise der grösste Diamant-Produzent der Welt war. Grund dafür war die sehr reichhaltige Argyle Mine im Nordosten Australiens. Erst 1979 entdeckt, lieferte sie zwar viel Material, welches aber für Schmuck eher nicht in Frage kam, weil es zu klein oder zu unrein war. Allerdings wurdeen aber auch sehr schöne, reine Diamanten gefunden, die durchaus verarbeitet wurden und als Schmucksteine verwendet werden können. Typisch ist dabei der bräunliche Farbton vieler dieser Diamanten, was zum Handelsnamen Champagner-Diamant führte. Eine Besonderheit – und weltweit höchst begehrt – sind die rosafarbenen Diamanten, welche in dieser Mine mehr als irgendwo sonst gefunden wurden. 95% alle rosa Diamanten der Welt stammten aus der Argyle Mine. Seit 1995 war die Produktion rückläufig, weil in immer tieferen Niveaus gegraben werden muss und die Betriebskosten daher immer höher werden. Die Mine schloss dann 2020 ihre Tore. Wir besuchten die Mine 2018, also kurz, bevor sie den Betrieb einstellte. Anlass war die Sonderschau „Argyle Mine“, welche wir im Jahr danach durchführten. Die Argyle-Diamanten werden in 1.2 Milliarden Jahre alten Lamproit genannten Gesteinen gefunden und sind damit jünger als andere Diamanten auf der Erde. Von den geförderten Steinen gibt es so gut wie nichts zu sehen. Die Vorsichtsmassnahmen, damit niemand einen zufällig gefundenen Diamanten „einsteckt“, sind rigoros.
Der grösste, je in der Argyle gefundenen Diamant wiegt 42 ct (links).
Blick über das Minengelände, 2 Jahre bevor die Mine ihre Tore schloss.
Die Umgebung der Argyle Mine ist karge, aber wunderschöne Halbwüste. Im Bild das Ufer des Lake Argyle.
Blick über das Minengelände 2018, das heute weitgehend renaturiert ist.