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Jaspis und Flint aus Giuliana, Sizilien

Kaum jemand hierzulande weiss, dass einer der schönsten Jaspis-Vertreter aus Sizilien stammt. Hier findet sich eine Variante, die durch bunte Farben und manchmal eine tolle Brekzientextur besticht. Wir haben das Fundgebiet besucht.

Die Jaspis-Familie hat einen Vertreter, welcher historisch zu einiger Berühmtheit gelangte und bereits ab dem 12. Jahrhundert in verschiedenen Schleifereien in Venedig, Florenz und nördlich der Alpen verwendet wurde, um edle Objekte herzustellen. Es handelt sich um den Jaspis aus Giuliana im Landesinnern von West-Sizilien. Er ist ausserordentlich vielseitig im Erscheinungsbild: es gibt rein rote, gelbe, grünliche, braune Stücke, aber auch Mehrfarbige und solche mit spektakulärer Brekzientextur. Insbesondere der gelbe Brekzienjaspis aus Giuliana ist auch weltweit recht einmalig. Trotz der Schönheit ist dieser Jaspis aber ziemlich in Vergessenheit geraten. Grund genug, ihn in unser Sortiment aufzunehmen und dafür auch die Fundregion zu besuchen. Stücke dieses Jaspis kommen in der Umgebung von Giuliana, im recht rustikalen Landesinneren von Sizilien, vor, wobei rissfreies, solides Material eher selten ist und am ehesten in Bach- und Flussläufen zu finden ist. übrigens kommt hier Flint (Feuerstein) in denselben gelben bis roten Farben vor. Der Jaspis von Giuliana stammt vermutlich aus der Jurazeit, ist also etwa 150-200 Millionen Jahre alt.
Ein Lesesteinhaufen mit Kalk und Dolomit. In diesen Sediment-Gesteinen kommen auch Quarz-Anreicherungen in Form von Jaspis und Flint vor. Im Hintergrund das Städtchen Giuliana.
Giuliana befindet sich an imposanter Lage auf einem Felsen im Landesinneren von Sizilien und ist touristisch weitgehend unentdeckt.
Die malerische Umgebung des Fundgebietes. Sehr viel schleifbares Material ist hier allerdings nicht zu finden.
Die soliden, sozusagen vorgetrommelten Rohstücke finden sich in Bach- und Flussläufen unterhalb von Giuliana.